SOS-Kinderdörfer in Mexiko

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Gewalt, Armut und Kriminalität bedrohen das Wohlergehen benachteiligter mexikanischer Familien und Kinder. SOS-Kinderdorf unterstützt diese Familien, um sie vor der Zerrüttung zu bewahren und bietet Betreuung für Kinder und Jugendliche, die die elterliche Fürsorge verloren haben. Im September 2017 brachten zwei Erdbeben weiteres Leid und bedrohten das Leben und die Existenz tausender von Menschen. SOS-Kinderdorf hat unmittelbar Hilfe bereitgestellt.

Nahezu die Hälfte der Bevölkerung lebt in Armut 

Kinder brauchen Schutz   

Erlernen von Zirkustricks! SOS-Kinderdorf gewährleistet, dass Kinder ihre Kindheit in Sicherheit genießen können (´Foto: SOS-Archiv).

Die Schulpflicht besteht bis zum 14. Lebensjahr. Obwohl die Mehrheit der Kinder in den Schulen angemeldet ist, besuchen sie viele nicht. Eine kürzlich von der UNESCO durchgeführte Studie hat gezeigt, dass rund 651.000 Kinder zwischen sieben und vierzehn Jahren die Schule abgebrochen haben. Am meisten betroffen sind Kinder aus armen Familien, jene aus den ländlichen Gebieten, Kinder zugewanderter Landarbeiter und Kinder, die aus indigenen Familien stammen. 

Die Anzahl der Kinder, die arbeiten müssen, ist ebenso hoch. Eine im Jahr 2017 durchgeführte Studie hat gezeigt, dass rund 3,6 Millionen Kinder und Jugendliche unter 17 Jahren arbeiten, oft unter schwierigen und gefährlichen Bedingungen. Die meisten dieser Kinder werden für ihre Arbeit nicht bezahlt, da sie zum Lebensunterhalt der Familien beitragen.

Auch die hohe Kindersterblichkeitsrate gibt Anlass zur Sorge. Die Anzahl der Kinder, die vor Erreichen des ersten Lebensjahres sterben, ist insbesondere in der indigenen Bevölkerung sehr hoch, da sie schwer Zugang zu medizinischer Versorgung haben.
 

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