SOS-Kinderdorf in der Tschechischen Republik

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Obwohl sich der Lebensstandard in der Tschechischen Republik verbessert hat, muss mehr für den Schutz gefährdeter Familien getan werden. Wenn Kinder nicht mehr bei ihren Familien verbleiben können, dann sollten sie in Familien und nicht in Institutionen betreut werden.

Ein Mädchen in unserer Obhut auf einem Ausflug. (Foto: SOS-Archiv)

Die Tschechische Republik liebt in Mitteleuropa. Das Land hat 10,6 Millionen Einwohner, 1,3 Millionen leben in der Hauptstadt Prag.
Die heutige Tschechische Republik wurde im Januar 1993 nach der „samtenen Scheidung“ gegründet, die die frühere Tschechoslowakei in zwei Staaten aufteilte.

Die tschechische Wirtschaft ist seit 1993 stetig gewachsen. Nach dem Beitritt des Landes zur Europäischen Union im Jahr 2004 sind die Exporte – vor allem nach Deutschland – gestiegen. Wirtschaftskrisen im Jahr 2012 und 2013 haben jedoch auch die tschechische Wirtschaft in Mitleidenschaft gezogen, das Land hat sich aber wieder erholt.

Im Jahr 2017 betrug die Arbeitslosenrate nur 2,8 Prozent. Die niedrige Arbeitslosenrate verbirgt allerdings die Tatsache, dass die Arbeitsplätze häufig unsicher und die Löhne im Verhältnis zu den Lebenshaltungskosten sehr gering sind. Die Arbeitslosenrate ist außerhalb von Prag, vor allem in den Kohle- und Stahlregionen, bei älteren Arbeitern und jenen mit niedrigem Bildungsniveau höher.
 

Mehr als neun Prozent der Bevölkerung lebt in Armut 

Bei der Betreuung gefährdeter Kinder muss ein Wandel stattfinden 

Jugendliche im SOS-Kinderdorf Medlanky (Foto: SOS-Archiv)

Obwohl Maßnahmen zum Schutz der Rechte von Kindern umgesetzt wurden, müssen Kinderrechte weiterhin geschützt werden.

Die Mehrheit der betreuten Kinder stammt aus armen Familien, die mit Problemen wie Armut, unangemessenen Wohnverhältnissen, Behinderung und Krankheit konfrontiert sind oder an einer Suchterkrankung leiden. Mit der richtigen Unterstützung haben diese Familien die Chance zusammenzubleiben.

In der Vergangenheit lebten viele Kinder, die die elterliche Fürsorge verloren haben in veralteten Betreuungseinrichtungen, die nicht ihren Bedürfnissen entsprachen. In den letzten fünf Jahren gab es einer Wandel im Betreuungsansatz. Es gibt nun auch vorrübergehende Pflegebetreuung. Die Behörden stellten sicher, dass Kinder in ihren Herkunftsfamilien bleiben konnten, war dies nicht möglich, sollten sie in eine familiennahe Betreuung komme

SOS-Kinderdorf in der Tschechischen Republik

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